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Hochauflösendes Ultraschallobjektiv:

Pentax smc DA* 16-50 mm 2.8 ED AL IF SDM im Test

(Fotos: nurido.at)

Eine Verbindung der Pentax K20D DSLR mit dem smc DA* 16-50 mm 2.8 ED AL IF SDM Objektiv stellt eine semi-professionelle Kombination für den ambitionierten Fotografen dar. Natürlich erwartet der Kunde angesichts des Linsen-Preises von 600-700 Euro eine entsprechende Gegenleistung. Diese sieht kurz umrissen wie folgt aus: Einerseits wird eine konstante Lichtstärke von 2.8 geboten, wobei durch das Abblenden auf 4.0 bis 5.6 enorme Auflösungswerte bietet. Der Ultraschallmotor liefert eine beinahe geräuschlose Fokussierung. Da das DA* 16-50 abwärtskompatibel zu älteren APS-C-Kameras ist, wurde auch der konventionelle Stangenantrieb beibehalten, weshalb keine Geschwindigkeitsrekorde zu erwarten sind. Weil Pentax DSLR-Modelle aber derzeit ohnehin nicht zu den schnellsten gehören, ist das vorliegende Objektiv mehr als ausreichend. Etwas schneller ist die etwa 500 Euro teure 17-70 4.0 Linse, die nur noch über einen Ultraschallantrieb verfügt.

Gerade in Anbetracht zu den im Vergleich in viel größeren Stückzahlen hergestellten Konkurrenzprodukten von Canon oder Nikon ist das Pentax-Objektiv preiswert und gefällt vor allem durch das hochwertige Metall-Gehäuse mit Staub- bzw. Spritzwasserabdichtung. Während Canon und Nikon die Mittbewerber als 17-55 ausgelegt haben, geht Pentax mit dem auf dem Tokina 16-50 basierenden Objektiv einen anderen Weg: Hier wird mehr Weitwinkel geboten, weshalb etwas weniger Brennweite "hinten raus" entsteht. Leider ist bei 16 mm eine deutliche Randabschattung (Vignettierung) sichtbar, ob das in der Praxis jedoch eine große Rolle spielt, hängt vom Einsatzzweck ab. In diesem Bereich kommt es auch zu einer tonnenförmigen Verzerrung, diese liegt aber deutlich unter dem Wert, den Zoomlinsen normalerweise bieten. Ab 18 mm Brennweite spielen diese Faktoren aber keine Rolle mehr und man kommt ohne Störung in den Genuss der sehr hohen Auflösung. Das speziell beschichtete ED-Glas ist schmutzabweisend und für die riesige (nicht mitdrehende) 77 mm-Frontlinse sollte man idealerweise die teuren mehrfachvergüteten Slim-Filter verwenden. Wer zum Schutz einen UV-Filter einsetzen möchte, muss für die beste Qualität 60 bis 70 Euro ausgeben.

Der Stern in der Objektivbezeichnung bedeutet bei Pentax die beste Objektivqualität und diese wird etwa mit den L-Linsen bei Canon gleichgesetzt. In der Praxis gefällt das inklusive Gegenlicht-Blende 600 Gramm schwere Objektiv durch die ausgezeichnete Bildqualität, wobei die höchste Auflösung eindeutig in der Bildmitte zu finden ist. Die Ränder sind deutlich schwächer ausgelegt. Die vergleichsweise schnelle Fokussierung ist ein wichtiger Schritt vorwärts, wobei hier zum ersten Mal die AFC-Betriebsart bei Pentax wirklich Sinn macht. Aufgrund des Gewichts lohnt sich jedoch die Anschaffung eines Batteriegriffs, da die Kombination dann etwas besser in der Hand liegt. Übrigens benötigt der Ultraschall-Motor deutlich mehr Energie als der herkömmliche Stangenantrieb. Somit sind mit einer Akkuladung nur etwa halb soviele Bilder wie bisher möglich.

Ähnlich wie eine großer Teil der Pentax-Objektive leidet auch das DA* 16-50 bei Offenblende unter dem Purple Fringe-Problem, d. h. in gewissen Gegenlicht-Situationen können unschöne lilafarbene Ränder rund um helle Bildstellen auftreten. Durch das Abblenden auf mindestens 4.0 verschwinden diese jedoch größtenteils oder können gegebenenfalls am PC relativ einfach korrigiert werden. Wobei neben der manuellen Modifizierung von Farbton und Sättigung in Photoshop gerade das Software-Paket "Turbo Photo" von Stepok (ab 29 $, kostenlose 31-Tage Testversion mit vollem Funktionsumfang auf Stepok.net verfügbar) dieses Problem und beispielsweise auch überflüssiges Rauschen als Standalone-Variante mit einem einzigen Mausclick entfernt. Darüber hinaus kann "Turbo Photo" aber auch als Photoshop-Plugin verwendet werden.

Als Bonus des getesteten Objektivs ist noch zu werten, dass Pentax nicht nur die riesige Sonnenblende gleich mitliefert, sondern sogar an eine gut gepolsterte Objektivtasche gedacht hat.

Unser Fazit: Das DA* 16-50 von Pentax hatte aufgrund von Qualitätsproblemen einen schweren Start und bekam ein negatives Image, das der Linse immer noch nachhängt. Allerdings zeigt sich, dass der Hersteller inzwischen seine Hausaufgaben gemacht hat und jetzt nur noch ausgereifte Objektive auf den Markt bringt, weshalb es teilweise zu enormen Lieferverzögerungen kommt und die Bezeichnung "SDM" von vielen als "Some Day Maybe" umschrieben wird. Dieses Objektiv richtet sich an angehende Profis, die gerade in Kombination mit der hochauflösenden K20D Bestleistungen erwarten. Aufgrund der Lichtstärke von 2.8 gibt es in der Praxis genügend Reserve zum sinnvollen Abblenden um zwei Stufen, wodurch eine wirklich herausragende Bildqualität möglich wird. Wer nicht unbedingt auf den Zug der Superzooms im Stile des 18-250 aufspringen möchte und etwas mehr Geld ausgeben kann, ist mit dem 16-50 und einem als Ergänzung gekauften 50-135 2.8 bei Pentax bestens unterwegs. Auf diese Weise erhält man die Flexibilität die man braucht und eine Qualität, die sich fast auf dem Niveau von Festbrennweiten bewegt.

Tipp: Pentax Objektive, Kameras und Zubehör gibts bei Amazon oder im T-Online-Shop (Österreich - Deutschland)

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