Der erste Test des Multimedia-Smartphones N8:
Wie in unserem einführenden Artikel zum Nokia N8 erwähnt, spielt das neue Smartphone in einer bislang noch nicht dagewesenen Liga: Neben der Verbindung von HD-Videoaufzeichnung und 12-Megapixel-Kamera mit Xenon-Blitz und Carl Zeiss Tessar Objektiv gibt es einen HDMI-Ausgang, Gratis-Navi-Funktion sowie das neue Symbian^3 Betriebssystem, das dank kapazitivem 3,5"-Touchscreen eine Bedienung ähnlich wie beim iPhone ermöglicht.
Nokia N8-Prototyp auf dem Prüfstand:
Auf offenbar nicht legalem Weg ist ein Prototyp des Nokia N8 in die Hände der Mobile-Review.com-Redaktion gelangt, wodurch der erste Test des Nokia N8 nicht sonderlich aussagekräftig einzustufen ist. Immerhin befindet sich auf dem Smartphone eine nicht fertiggestellte Software, weshalb man keine Rückschlüsse auf das endgültige Betriebssystem ziehen sollte. Immerhin bekommt man anhand der Fotos einen Eindruck, wie das Handy abseits der offiziellen Pressefotos tatsächlich aussieht. Interessant ist in dem Zusammenhang die Tatsache, dass das Nokia N8 erst Tage nach der nicht autorisierten Veröffentlichung offiziell vom Hersteller präsentiert wurde.
Dass der finnische Mobilfunk-Produzent verschnupft (um nicht zu sagen sauer) auf den negative Test reagierte, ist natürlich verständlich. Denn schnell kann der gute Ruf eines Produkts durch schlechte Presse runiert werden. Immerhin muss Nokia beweisen, dass man hier noch innovative Geräte entwickeln kann und in dieser Disziplin nicht endgültig hinter Apple bzw. RIM BlackBerry in der Beliebtheitsskala bei Smartphones abrutscht.
Die Vorteile des Nokia N8 liegen auf der Hand:
Das top-ausgestattete Handy kostet deutlich weniger als ein iPhone und kann dank der neuen Bedienung über das Display mit AMOLED-Technik auch bei der Anzeige punkten. Neben der HD-Video-Aufnahme mit 1280 x 720 Bildpunkten und der Wiedergabe per TV ist das Gadget auch Dolby-Surround-kompatibel. Wer im den vorhandenen 16 GB an internem und maximal nochmals per 32 GB in Form einer MicroSD-Karte aufrüstbaren Speicher nicht genügend Musik unterbringt, kann per FM-Empfänger terrestrische Programme hören oder Internetstreams konsumieren. Damit auch andere etwas davon haben, kann man per UKW-Transmitter den Sound bequem an jedes Radio übertragen.
Für die schnelle Übertragung von Inhalten gibt es neben einem USB-Anschluss natürlich alles, was diesbezüglich gefragt ist: Hier reicht die Palette von HSDPA bzw. HSUPA über EDGE und GPRS bis zu Bluetooth 2.1. In puncto WLAN gibt es neben den bekannten Normen b und g sogar n als absoluten Datenturbo.
Da ja in erster Line das iPhone als Hauptkonkurrent gesehen wird, sind als weitere wichtige Features die Multitasking-Fähigkeit zu nennen, die es natürlich bei Symbian-Handys schon länger gibt. Man kann also problemlos Musik hören und gleichzeitig im Web surfen. Wer aber auch als Business-User mehrere Programme zur selben Zeit benötigt, kommt also an diesem Gerät nicht vorbei.
Anders als Apple gibt es bei Symbian eine größere Akzeptanz von Flash-Inhalten, die ja heute auf vielen Websites standardmäßig eingebaut sind. Wer hier möglichst kompatibel sein will, kann problemlos mehrere Internetbrowser auf dem Handy installieren.
Das rund 135 Gramm schwere Nokia N8 besitzt rundherum betrachtet die selben Abmessungen wie das iPhone oder vergleichbare Geräte und soll noch vor dem Herbst bei uns verkauft werden. Der Straßenpreis wird bei etwa 400 Euro liegen und ist gemessen an den integrierten Funktion konkurrenzlos. Damit dürfte das Nokia N8 auf jeden Fall ein Renner werden
Da es höchste Zeit ist, dass Nokia ein wirklich bahnbrechendes Touchscreen-Handy auf den Markt bringt, dürfte das N8 die Rettung in diesem Segment werden. Bislang war der Hersteller ja trotz der jahrelangen Bestrebungen à la Communicator im Business-Bereich zu wenig erfolgreich. Erst das kleine und innovative Unternehmen RIM mit der BlackBerry-Reihe oder HTC mit seinen Geräten brachten offenbar das Umdenken bei den Finnen. Neben der Hardware wird beim Erfolg des N8 jedoch gerade die Software eine große Rolle spielen. Nur wenn es Nokia schafft, genügend Apps zur Verfügung zu stellen, kann Apple mit dem iPhone OS oder den Android-Smartphones vielleicht überrundet werden. Schade ist allerdings, das die Konsumenten noch nicht wissen, in welche Richtung es bei den Finnen langfristig geht. Denn neben Symbian engagiert sich Nokia auch mit Intel bei MeeGo. Bislang war das Linux-Betriebssystem Maemo (zu finden im N900) noch zu wenig in Erscheinung getreten und für das N8 fehlte offenbar der Mut, neue Wege abseits des bewährten Symbian zu beschreiten.
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- Nokia bringt N8 Multitouch-Smartphone mit 12 Megapixel-Digicam
- Der Kampf von Nokia mit dem N8 gegen das Apple iPhone
- News & Facts zum Nokia N8 Multimedia-Handy mit Symbian^3
Demo-Video des Nokia N8:
Going Back Home - Ahmed360 - Nokia N8 video sample from Axel Idela on Vimeo.
Dieses Video stammt offenbar direkt aus dem Nokia-Smartphone und ist trotz der reduzierten Qualität, die aufgrund der Wiedergabe per Videoportal zustande kommt, sehr gut. Die Kamera liefert selbst bei den relativ schwierigen Lichtverhältnissen ansprechende Bilder. Allerdings wäre es interessant gewesen, mehr Szenerien zu zeigen. Vielleicht macht der Handybesitzer Ahmed360 ja noch ein paar Ausfahrten mit dem N8, dem Meilenstand seines Autos zufolge, fährt er viel (bzw. gerne) mit dem Wagen.
Weitere Videos zum Nokia N8 gibts auf unserer Startseite zum Smartphone!
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