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Das Business-Handy Nokia E61:

Das Nokia E61 mit Schreibmaschinen-Tastatur.

(Foto: Nokia)

Das Nokia E61 kommt im Blackberry-Design daher und ist ein Smartphone, das sich eindeutig an den Business-User richtet. Hier unser Test.

Bereits nach dem ersten Blick in die einzelnen Menüs wird klar, dass das Nokia E61 auf jegliche "Spielereien" verzichtet. Denn es gibt keinerlei Entertainment-Beigaben: Eine Kamera sucht man ebenso vergebens wie ein Radio, das gerade für die berufliche Nutzung eigentlich sehr praktisch wäre. Obwohl natürlich ein Video- bzw. MP3-Player mit an Bord ist, fehlt ein Stereo-Headset, was inakzeptabel ist, denn für Musik braucht man einfach zwei Ohrstöpsel und auch das Telefonieren wird angenehmer. Der eingebaute Lautsprecher ist natürlich auch nur mono, liefert jedoch einen ausgezeichneten Klang und schlägt beim Abspielen von Musik sogar etliche Entertainment-Handys!

Das Nokia E61 in der Praxis:

Unter der Abdeckung liegt der leistungsfähige Akku

(Foto: Markus Waibel)

Als Betriebssystem kommt beim Nokia E61 die Series 60-Plattform zum Einsatz. Neben den wichtigen Features UMTS, BlackBerry und Bluetooth kann man sich mit dem Smartphone auch per Wireless-LAN ins (Firmen-)Web einloggen. Sogar das Telefonieren per Drahtlos-Netz (Voice-over-IP) ist möglich! Ein großes Lob gibt es für den Internetbrowser, der ähnlich wie bei den anderen E-Series Geräten (E50/60/70) funktioniert, aber aufgrund des größeren Displays auch eine Art Vorschau liefert. Hier kann man in einer Miniaturübersicht auf einer Internetseite surfen und sich so einen schnellen Überblick per Cursor verschaffen, was ausgesprochen nützlich ist. Darüber hinaus bieten die Handys der E-Serie einen Browser, der praktisch alle Sites fehlerfrei darstellen kann, selbst wenn Frames oder Java-Scripts eingebaut sind. Damit kann man zum ersten Mal wirklich mobil surfen.

Größenvergleich: Nokia E60 (li.) und E61 (re.)

(Foto: Markus Waibel)

Highlight und Hauptunterscheidungsmerkmal zum Nokia E60 ist die Schreibmaschinen-Tastatur im QWERTZ-Format, mit der sich Texte recht komfortabel eingeben lassen. Die Zifferntasten befinden sich in der Mitte und sind blau markiert. Leider ist es oft nötig, die Zahlen einzeln per Shift-Taste zu aktivieren, was etwas stört. Interessant ist übrigens auch, dass beim E61 ein Sensor eingebaut ist, der automatisch erkennt, ob die Tastaturbeleuchtung eingeschaltet werden muss, was natürlich den Stromverbrauch minimiert. Apropos: Der bärsenstarke Akku mit 1500 mAh bietet eine Sprechzeit von fast 10 Stunden und eine Standby-Zeit von etwa zwei Wochen, was ausgezeichnet ist.

Fazit: Das Nokia E61 ist ein Smartphone, das wirklich viele Features zu einem interessanten Preis (unter 400 Euro im Sommer 2006, ca. 100 Euro mit Handy-Vertrag) bietet. Wer auf Kamera oder Radio verzichten kann und mehr auf Datenfunktionen Wert legt, wird damit sehr zufrieden sein. Das große Display ist in Verbindung mit dem guten Internetbrowser perfekt zum mobilen Surfen geeignet. (Test: Markus Waibel, 2006)

Vorteile Nokia E61 Smartphone mit WLAN:

  • Sehr gute Empfangs- und Gesprächsqualität
  • WLAN und VOIP perfekt für Firmennetzwerke
  • BlackBerry-Funktion für E-Mail-Empfang
  • Brauchbare QWERTZ-Tastatur zur Texteingabe
  • Vollwertiger Internetbrowser mit Vorschaufunktion
  • Guter Freisprech-Lautsprecher
  • Automatische Tastensperre
  • Tolles Querformat-Aktivmatrix-Display mit 16,7 Mio. Farben, herstellerseitig mit Displayschutz beklebt
  • Signalisierung von Mail-Eingang durch Leuchte
  • Senden und Empfangen von Mails auch während eines Telefongesprächs
  • Automatische Aktivierung der Tastaturbeleuchtung durch Umgebungslichtsensor
  • Starker Vibrationsalarm
  • Weltweit durch Vierband-GSM bzw. UMTS Technik nutzbar
  • Zahlreiche Office-Datenformate können angezeigt bzw. bearbeitet werden
  • Etliche Sicherheitsfunktionen (z. B. Firewall)
  • Nachteile Nokia E61 Smartphone mit WLAN:

  • Keine Stereo-Headset beigelegt
  • Telefon liegt aufgrund des Querformats relativ schlecht in der Hand
  • Funktionen wie Kamera oder Radio fehlen
  • Videotelefonie nur mit bewegten Bildern des Anrufers möglich, abgehend kann mangels Kamera lediglich ein Standbild gezeigt werden
  • Zu kleine Speicherkarte (nur 64 MB per miniSD-Chip, jedoch etwa 75 MB interner Speicher)
  • Keine Taschenlampe, die bei einem so teurer Gerät eigentlich nicht fehlen darf (Leuchtdiode wäre vorhanden ...)
  • Teilweise billig wirkende Verarbeitung (seitliche Funktionstasten, Joystick) im Verhältnis zum Nokia E60


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