Ideales Handy für Prepaid-Nutzer:
Im Look des teureren V3 kommt das günstige W220 von Motorola daher. Es verfügt zwar nicht über das selbe hochwertige Gehäuse, dafür ist aber der Preis deutlich niedriger. Hier unser ausführlicher Test.
W220: Schickes Mobiltelefon mit Radio
Das Motorola W220 ist ein schickes, optisch ansprechendes Handy, das mit der Minimalausstattung zu einem günstigen Preis (ca. 80-90 Euro als freies Gerät) angeboten wird. Neben WAP 2.0 und GPRS kann es auch mit MMS umgehen, wobei die Nutzungsmöglichkeiten hier aufgrund der fehlenden Digicam begrenzt sind. Das vergleichsweise kleine Display mit nur 128x128 Pixel (65.000 Farben) ist zwar hell, bietet aber keinen perfekte Darstellung, weil es nicht in jedem Blickwinkel optimal funktioniert.
Serienmässig sind etliche Klingeltöne vorhanden, die in Verbindung mit dem starken Vibrationsalarm betrieben werden können. Motorola gibt die Standby-Zeit mit rund 300 Stunden und die Gesprächszeit etwa 500 Minuten an. Das nur 95 x 47 x 17 mm große Gerät verfügt über ein Plastikgehäuse mit Gummibeschichtung, die Klappe auf der Oberseite glänzt bei unserem schwarzen Testmodell im Klavierlack-Design. Mit 93 Gramm ist es leicht (und gleich schwer wie der Bestseller RAZR V3) und angenehm kompakt. Insgesamt ist die Materialanmutung natürlich nicht so hochwertig wie bei den Geräten der RAZR Serie, wo viel Alu im Spiel ist. Die Tastaturbleuchtung ist in blau ausgelegt und der Cursor könnte über einen etwas verbesserten Druckpunkt verfügen.
Der interne Speicher umfasst laut Hersteller 500 kByte und bietet zusätzlich Platz für 600 Telefonbucheinträge und 250 Kurzmitteilungen. Das Dual-Band Handy funkt in den Netzen GSM 900 und 1800, funktioniert also nur in Europa. Neben einem Terminkalender und Wecker gibt es auch einen Taschen- sowie Währungsumrechner. Auch SMS-Chats sind möglich.
Das Handy vergisst beim Akku-Wechsel Datum und Uhrzeit, was leider bei vielen preiswerten Mobiltelefonen der Fall ist. Positiv fällt das eingebaute FM-Radio auf, in Verbindung mit dem beigefügten Headset einen guten Klang erzielt, natürlich ist damit auch das Telefonieren möglich. Eine Freisprech-Funktion fehlt übrigens, obwohl der Lautsprecher auch Musik aus dem Radio wiedergeben kann.
Da auf ein Außendisplay aus Kostengründen verzichtet wurde, gibt es drei Symbole. Eines für den Akkuzustand, eines für eingehende Nachrichten und eines für die Anrufsignalisierung. Hier leuchten Nummern, die im Telefonbuch gespeichert sind grün, unbekannte dagegen beim Anrufen in rot. Auch entgangene Anrufe werden durch ein langsames Blinken signalisiert.
Fazit: Wer auf Multimedia-Spielereien wie Kamera und Speicherkarte verzichten kann, der ist mit dem Motorola W220 gut bedient. Das Handy glänzt in erster Linie durch das Radio mit Stereo-Headset und die nette Optik, die natürlich nicht mit den teureren Modellen von Motorola mithalten kann. Dafür ist liegt es aufgrund der Form deutlich besser in der Hand als das RAZR V3. (Test: Markus Waibel, Dezember 2006)
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