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Baugleich mit Pro Vision DVR 1000 um unter 150 €

Dass DVD-Rekorder grundsätzlich eine feine Sache sind, haben viele Käufer von solchen Geräten mittlerweile festgestellt. Die Produkte der bekannten Markenhersteller sind oft relativ teuer, für viele sind deshalb günstige No-Name-Varianten interessant. Denn: Die Aufnahmequaliät unterscheidet sich in der Regel nur minimal, dafür gibt es Abstriche in der Bedienungsqualität. Für unter 150 Euro gibt es schon passable Rekorder, die auch ihren Zweck erfüllen. Einen solchen haben wir für Sie getestet: Es handelt sich um den Denver DVR-150, der auch als Commax 421A oder Pro Vision DVR 1000 im Handel erhältlich ist und DVD+ (Plus) aufnimmt.

Der Denver DVR-150 DVD Rekorder

(Bild: Denver)

Praxisbetrieb Denver/Commax/Pro Vision-Rekorder:

Das Gerät fällt auf den ersten Blick durch die geringen Abmessungen und das - im Vergleich zu anderen Geräten der selben Preisklasse - optisch ansprechende Design auf. Es wirkt auch relativ robust, die DVD-Lade macht einen gutein Eindruck und die Tasten am Rekorder lassen sich mit entsprechendem Druck gut bedienen. Die Frontanschlüsse (CVBS, S-Video, Chinch-Audio und die bei Billiggeräten sonst fehlende Firewire- sprich IEEE 1394 DV-Buchse) sind leider nicht hinter einer Klappe versteckt, was zwar sonderlich gut aussieht.

Auf der Rückseite gibt es genügend Anschlüsse: Scart-Out, (OUT), Antenne In/Out, S-Video In/Out, CVBS Video In/Out, Chinch Audio In/Out, Y PB PR Progressive Out, Coaxial Out, Optical Out. Damit stehen eigentlich alle Möglichkeiten offen.

Die Anschlüsse auf der Rückseite

(Bild: Markus Waibel)

Denver DVR-150/Commax 42A/Pro Vision DVR 1000

Die mitgelieferte Fernbedienung ist leider relativ unübersichtlich und man braucht einige Zeit um sich daran zu gewöhnen. Dass gerade die Aufnahme-Taste die größte ist, irritiert etwas. Hier hätte man eigentlich die Wiedergabe-Funktion erwartet. Ideal wäre, wenn "Record" - wie bei vielen VHS-Geräten etwas vertieft im Gehäuse der Fernbedienung angebracht wäre. Dann würde man sich auch im Dunkeln zurechtfinden.

Über die "Setup"-Taste kann man die Sender programmieren, Datum bzw. Uhrzeit einstellen oder die Wiedergabefunktionen auswählen. Auch die Standardqualiät der Aufnahme kann man vorgeben, die dann automatisch für alle eingelegten DVDs verwendet wird. Natürlich lässt das auch manuell für jede Aufnahme beinflussen.

Der Sendersuchlauf geht relativ schnell vonstatten, allerdings müssen die Programme manuell sortiert und mit einem Namen versehen werden. Die Empfangsqualität ist bei einem starken TV-Signal gut. Durch den Anschluss einer Videokamera über DV erreicht man sehr gute Ergebnisse.

Als Aufnahmeeinstellungen gibt es vier Stufen: HQ reicht für etwa eine Stunde in bester Qualität, SP bringt zwei Stunden auf DVD+, EP ergibt vier Stunden und SLP 6 Stunden pro Medium. Nach nach persönlicher Vorliebe sollte man beispielsweise HQ für das Überspielen von Kamera-Material, SP für wichtige Filme und EP für Alltagsaufnahmen wählen. SLP liefert gerade noch akzeptable Bilder und entspricht etwa VHS-Longplay. Verwendet werden können im Denver/Commax/Pro Vision-Gerät DVD+R bzw. +RW Scheiben.

Im Alltagsbetrieb fällt auf, dass der Rekorder öfter mal nur teilweise beschriebene DVDs nach dem Herausnehmen und erneuten Laden bzw. Aus- und Einschalten als leer erkennt. Hier ist wichtig, das Medium mehrmals neu einziehen zu lassen. Spätestens nach drei oder vier Versuchen sollte es funktionieren, weiter auf die DVD aufnehmen zu können. Ideal ist, den Rohling einfach am Stück zu beschreiben und dann zu finalisieren.

Das Programmieren von Aufnahmen ist zwar durch das nicht sonderlich benutzerfreundliche Menü kein besonderes Vergnügen, das ist aber bei vielen Geräten so.

Abgespielt werden können an sich alle gängigen Formate wie DVD, VCD, SVCD, DVD+R/RW, DVD-R/RW sowie Audio-CD, MP3, JPEG. Kurios ist, dass manche auf dem Gerät aufgenommene und finalisierte DVDs hier dann nicht mehr laufen. Dafür sind die Discs aber in jedem anderen Player abspielbar.

An High-Tech Features bietet der Rekorder Progressive Scan sowie Sound in DTS und Dolby Digital 5.1.

Da das Gerät im Betrieb relativ warm wird, sollte man für eine ausreichend Luftzirkulierungsmöglichkeit sorgen. Lüfter ist keiner eingebaut, weshalb auch kein Betriebsgeräusch zu hören ist.

Fazit: Der DVD-Rekorder ist durchaus brauchbar und liefert - gemessen am Preis - gute Ergebnisse. Wichtig ist, Markenrohlinge zu verwenden, sonst können die Aufnahmen oft fehlschlagen. (Markus Waibel, 2005-12-18)


Hinweis: Das Gerät war übrigens auch bei Norma (D) erhältlich (Verkaufsstart: 29. 9. 2004 - Preis: 199,-- Euro) und bei Zielpunkt (A).

Tipp: Updates (z. B. falls nötig für die Deutsche OSD-Anzeige) und Infos gibts auf der Denver-Website!

Alternative: Der CyberHome CH-DVR 1600 ab 111 Euro bei Amazon!
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